Institut für Sicherheit
und Verteidigung
Kritische Infrastruktur
Produkte

Detektion für Betreiber. Abwehr für Behörden.

Nach deutschem Recht dürfen private Betreiber Drohnen erkennen, aber nicht stören. Deshalb ist unser Angebot zweigeteilt: Sensorik, Lagebild und Handgeräte liefern wir direkt an Betreiber kritischer Infrastruktur. Störtechnik liefern wir gemeinsam mit unserem Technologiepartner ausschließlich an Polizei, Bundespolizei und Bundeswehr.

Linie A: Detektion und Lagebild

Für jeden privaten Betreiber.

Rechtlich
zulässig, rein empfangend
Produkte
Spectrofy D, Portal, Varta
Lieferung
direkt, in Wochen

Linie B: Störung und Abwehr

Nur Polizei, Bundespolizei und Bundeswehr.

Rechtlich
für Private untersagt
Produkte
Spectrofy J, Vidsich, Dome
Lieferung
Erprobung, Vergabe
Linie A · Detektion

Spectrofy D. Der passive Sensor für das Lagebild über Ihrer Anlage.

Erkennt Fernsteuer-, Telemetrie- und Videosignale von Drohnen auf bis zu 26 Kilometer, bestimmt Protokoll und Typ und meldet jede Sichtung an Portal und Leitstelle. Der Sensor sendet selbst nicht. Deshalb dürfen ihn private Betreiber einsetzen.

  • Passive Erfassung des Funkspektrums von 60 bis 6.000 MHz, rund um die Uhr.
  • Protokollerkennung auch bei Frequenzsprungverfahren und verschlüsselten Verbindungen, inklusive LoRa-basierter FPV-Steuerungen.
  • Freund oder Feind: eigene und angemeldete Drohnen stehen auf einer Whitelist, der Abgleich mit Drittsystemen ist möglich.
  • KI-gestützte Klassifikation entlastet die Leitstelle: Alarm nur bei echter Bedrohung.
  • Angriffsprofil wird an Portal, Leitstelle und auf Wunsch an Behördensysteme übergeben.
Spectrofy D, Sensoreinheit im Gehäuse Spectrofy D · Sensoreinheit

Technische Daten

Detektionsreichweite
bis 26 km
Frequenzbereich
60 bis 6.000 MHz
Erkennungszeit
neue Fernsteuerung 2 bis 3 s
Zielsysteme
FPV-Drohnen, UAS Gruppe 1
Schutzart
IP65 / IP66
Gewicht, Maße
6,4 kg · 25 × 25 × 16 cm
Energie
Netz oder Akku bis 24 h
Schnittstellen
SAPIENT, Lattice u. a.
Reifegrad
TRL 9, Serienprodukt
Portal auf einem Tablet mit laufenden Erkennungen Portal · Laufende Erkennungen
Erkennungen mit Protokoll, Frequenz und Genauigkeit. Bildschirmfoto: Hersteller.
Linie A · Lagebild

Portal. Aus Signalen wird ein Lagebild, aus dem Lagebild ein Nachweis.

Die Auswertesoftware führt alle Sensoren zusammen, zeigt das Funkspektrum in Echtzeit und protokolliert jede Erkennung. Jeder Vorfall wird zum dokumentierten Nachweis: für Ihre Risikoanalyse, für die Polizei und für den Versicherer.

  • Echtzeitüberwachung des Funkspektrums, Erkennungen nach Ort und Zeit.
  • Ereignisprotokoll mit Gerät, Protokoll, Frequenz, Zeitpunkt und Sensor.
  • Hit-Reports: dokumentierter Beleg jeder erkannten Drohne, verwertbar als Beweismittel und für den Resilienzplan.
  • Frequenznutzungsanalyse: Muster und Pilotenverhalten, um Angriffe vorherzusehen.
  • Alarmierung in der Leitstelle, per App und über Schnittstellen zu bestehenden Systemen.
  • Peilung: ab drei Sensoren wird aus der Erkennung ein wahrscheinlicher Standort des Piloten, den die Polizei absuchen kann.
Schritt 01

Sensor erkennt das Signal

Fernsteuer-, Telemetrie- oder Videokanal einer Drohne werden im Spektrum erfasst.

Schritt 02

Portal klassifiziert und protokolliert

Protokoll, Typ und Frequenz werden bestimmt, angemeldete Drohnen über die Whitelist aussortiert.

Schritt 03

Alarm in der Leitstelle

Der Alarm läuft bei Ihnen oder bei Ihrem Sicherheitsdienstleister auf, mit Ort, Zeit und Lagebild.

Schritt 04

Meldung an die Polizei

Die Meldekette ist vorab abgestimmt. Die zuständige Stelle bekommt einen Sektor, keine Vermutung.

Schritt 05

Beweissicherung per Hit-Report

Jede Erkennung wird dokumentiert und steht für Ermittlung, Versicherung und Resilienzplan bereit.

Linie A · Handgerät

Varta. Der Drohnendetektor für die Streife.

Ein Gerät für die Jackentasche: Varta erkennt Drohnen über deren analogen Videokanal, warnt per Ton, Vibration und Licht und zeigt auf einem externen Monitor, was die Kamera der Drohne gerade sieht.

  • Erkennung über den Videokanal durch Hochgeschwindigkeitsabtastung, auch auf nicht standardisierten Frequenzen.
  • Drei Alarmarten: Ton, Vibration und Licht, je nach Lage wählbar.
  • Videobild der Drohne auf einem externen Monitor: Sie sehen, was der Pilot sieht.
  • Ergänzung zum festen Sensor: Spectrofy D meldet, die Streife verifiziert vor Ort und sichert Beweise.

Technische Daten

Reichweite
bis 3 km, typisch ab 1 km
Frequenzbänder
0,9 bis 1,7 · 3,1 bis 3,5 · 4,9 bis 6,2 GHz
Alarm
Ton, Vibration, Licht
Laufzeit
24 h
Maße, Gewicht
65 × 150 × 30 mm · 250 g
Varta Handdetektor mit Anzeige und Antenne Varta · Handdetektor
Handdetektor mit Anzeige. Foto: Hersteller.
Linie B · Nur für Behörden

Störung und Abwehr. Ausschließlich für Polizei, Bundespolizei und Bundeswehr.

Die folgenden Systeme liefern wir gemeinsam mit unserem Technologiepartner nur an staatliche Bedarfsträger, etwa für Erprobungen, Pilotvorhaben und Beschaffungen. Sie nutzen dieselbe Erkennung wie Linie A: Erkennung und Abwehr sprechen eine Sprache.

Spectrofy J, Störeinheit am Mast
Störung · bis 15 km

Spectrofy J

Reaktive, protokollgenaue Störung des Steuerkanals. Wirkt nur auf das erkannte Signal, legale Funkverbindungen bleiben unberührt. 340 bis 540, 740 bis 1.020 und 2.100 bis 2.700 MHz, IP65/66, 6,5 kg.

Vidsich, tragbare FPV-Abwehr mit Antennen
FPV-Abwehr · tragbar

Vidsich

Erkennt und analysiert Funkprotokoll und Datenverkehr, übernimmt oder unterbricht die Verbindung zum Steuergerät. Detektion 20 km, Wirkung 8 km, 1 W je Kanal, bis 48 h Laufzeit, 570 g.

Dome, Störsystem auf einem Fahrzeugdach
Fahrzeug und Objekt · 250 m

Dome

Schutz von Fahrzeugen und stationären Objekten im Nahbereich, montiert auf dem Dach oder am Objekt. 480 bis 1.100 MHz, 50 W Sendeleistung.

Hinweis zur Rechtslage Aktive Eingriffe in den Funkverkehr sind Privaten untersagt, unter anderem nach § 317 StGB, dem Telekommunikationsgesetz und dem Luftsicherheitsgesetz in der Fassung vom Februar 2026. Zuständig sind die Polizeien von Bund und Ländern sowie in Amtshilfe die Bundeswehr. Der Bundestag lässt derzeit prüfen, ob Betreiber kritischer Infrastruktur beliehen werden können. Wer heute detektiert, ist dafür vorbereitet.
So arbeiten wir

Vom Erstgespräch zum Dauerbetrieb. Jeder Schritt einzeln beauftragbar.

Sie müssen sich nicht auf ein Gesamtsystem festlegen. Jeder Schritt liefert ein eigenes Ergebnis, und jedes Ergebnis ist ein Baustein für Ihre Pflichten aus KRITIS-Dachgesetz und NIS-2.

Schritt 01

Assessment: 6 bis 8 Wochen

Standort- und Risikoanalyse, Maßnahmenplan. Liefert direkt Bausteine für Risikoanalyse und Resilienzplan.

Schritt 02

Pilot: 3 Monate

Detektion auf einem Teilgelände mit Lagebild und Auswertung. Sichtbares Ergebnis nach wenigen Wochen.

Schritt 03

Rollout: einmalig

Vollausbau, Aufschaltung auf Ihre Leitstelle, abgestimmte Meldekette mit der Polizei.

Schritt 04

Betrieb: laufend

Detektion als Service mit Wartung und Updates, dazu der jährliche Wiederanlauftest Ihrer Kernsysteme.

Technische Angaben sind Herstellerangaben unseres Technologiepartners, Stand September 2026, Änderungen vorbehalten. Produktfotos: Hersteller.

Nächster Schritt

Wir sehen uns Ihren Standort an

Ein Erstgespräch dauert 30 Minuten. Wir kommen mit einem Lagebild Ihres Standorts, nicht mit einem Katalog.