Wiederherstellung
Wenn ein Angriff durchkommt, entscheidet die Wiederanlaufzeit über den Schaden. Geprüfte Sicherungen und ein geübter Notbetrieb sind die Rückversicherung hinter allem anderen.
Zwischen dem Moment, in dem ein unangemeldetes Fluggerät am Rand des Geländes auftaucht, und dem Moment, in dem es aus der Luft ist, liegen vier Schritte. Hier ist jeder einzelne davon.
Die Darstellung läuft in Dauerschleife: Der Sensor tastet ab, eine Angriffswelle kommt von rechts heran, für jedes erfasste Objekt startet eine Abfangdrohne.
Über der Anlage steht ein Sensor, der den Nahbereich ohne Unterbrechung abtastet. Er arbeitet unabhängig davon, ob ein Fluggerät sich anmeldet oder eine Kennung sendet: Erfasst wird, was da ist. Der Betrieb läuft rund um die Uhr, auch nachts und bei schlechter Sicht.
Sobald ein Objekt im überwachten Bereich auftaucht, wird es verfolgt: Position, Höhe, Kurs und Geschwindigkeit ergeben eine Flugspur. Aus dieser Spur lässt sich ablesen, ob das Objekt vorbeifliegt oder ob es auf die Anlage zuhält. Erst diese Unterscheidung macht aus einem Radarpunkt eine Lagebeurteilung.
Angemeldeter Verkehr, eigene Inspektionsflüge und Rettungsmittel werden als solche geführt. Was übrig bleibt — ein Fluggerät ohne Freigabe, das sich der Anlage nähert — wird als Bedrohung eingestuft und gleichzeitig an die Leitstelle gemeldet. Der Mensch bleibt im Bilde, bevor irgendetwas startet.
Aus dem Startrohr steigt eine Abfangdrohne auf. Sie fliegt nicht dorthin, wo das Ziel ist, sondern dorthin, wo es gleich sein wird, und rammt es im Anflug. Das getroffene Fluggerät verliert den Auftrieb und geht innerhalb des Geländes nieder. Es wird nicht geschossen: kein Beschuss, keine Splitter, keine Streuwirkung über Dritten.
Über einem Chemiepark, einem Umspannwerk oder einem Klinikgelände ist jede Wirkung, die nach unten streut, ein eigenes Risiko. Ein Abfang durch ein zweites Fluggerät hält die Wirkung dort, wo sie hingehört: am Ziel.
Dazu kommt der praktische Vorteil: Das abgefangene Fluggerät bleibt weitgehend erhalten und liegt auf dem eigenen Gelände. Es lässt sich sichern und auswerten — und damit beantworten, wer da eigentlich geflogen ist.
Konkrete Reichweiten, Reaktionszeiten und Stückzahlen hängen vom Standort ab und werden im Gespräch festgelegt.
Luftraumschutz ist die sichtbarste der drei Ebenen — aber ohne die anderen beiden bleibt eine Lücke. Ein Angreifer, der über die Luft nicht weiterkommt, versucht es über das Netz.
Wenn ein Angriff durchkommt, entscheidet die Wiederanlaufzeit über den Schaden. Geprüfte Sicherungen und ein geübter Notbetrieb sind die Rückversicherung hinter allem anderen.
Anlagennetz und Büro-IT gehören getrennt, Fernwartungszugänge gehören kontrolliert. Das ist unspektakulär und in der Praxis der häufigste offene Weg ins Innere.
Detektion, Einstufung und — wo zulässig — Abwehr. Zusätzlich die Dokumentation jedes Überflugs, die zeigt, wann sich wer für Ihre Anlage interessiert hat.
Im Gespräch klären wir, welche der drei Ebenen bei Ihnen offen liegt und was zuerst geschlossen gehört.